Erzähle die Geschichte weiter...
📖 Neu: Amazing Stories! Hier schreibst du mit. Schlag ein Buch auf, lies den Anfang und schreib die Geschichte weiter, egal ob Liebe, Horror, Krimi, Fantasy oder Abenteuer. Jeder Beitrag wird Teil des Buches, Kapitel für Kapitel. Wer schreibt die nächste Wendung? ✍️
Das Haus am Ende der Kastanienallee
Begonnen von Der Erzähler · 6 Abschnitte von Gästen
✍️ Offen zum Mitschreiben
Kapitel
♥ Beliebteste Wendungen
- Michelle · ♥ 2
- Jason · ♥ 1
- Bianca · ♥ 1
So geht’s: Lies bis zum Ende des letzten Kapitels und schreib die Geschichte mit 80 bis 600 Zeichen weiter. Während du schreibst, ist die Geschichte 5 Minuten für dich reserviert.
Kapitel 1 Drei Schläge
Niemand im Dorf sprach über das Haus am Ende der Kastanienallee. Man ging einfach schneller, wenn man daran vorbeimusste, und man sah nicht zu den Fenstern hinauf. Jonas hatte das immer für Aberglauben gehalten – bis zu der Nacht, in der sein Fahrrad direkt vor dem rostigen Tor einen Platten bekam.
Es war kurz nach Mitternacht. Der Nebel lag so dicht über der Straße, dass die Laternen nur noch wie müde Augen glommen. Jonas kniete sich hin, um den Reifen zu prüfen, und da hörte er es: ein leises, gleichmäßiges Klopfen. Drei Schläge. Pause. Drei Schläge.
Es kam aus dem Haus.
Er richtete sich auf. Im oberen Stockwerk, hinter einer zerbrochenen Scheibe, brannte Licht. Ein flackerndes, gelbliches Licht, wie von einer Kerze. Dabei stand das Haus seit über vierzig Jahren leer. Jeder wusste das.
Das Klopfen hörte auf.
Stattdessen öffnete sich das Tor. Langsam, quietschend, ohne dass jemand es berührt hätte. Und auf dem moosbewachsenen Weg zur Haustür, frisch und deutlich im feuchten Boden, sah Jonas Fußspuren. Kleine, nackte Fußspuren, die zum Haus hinführten.
Und keine, die zurückkamen.
— Der Erzähler
Eine Kälte überkam ihn. Er bekam ein Gänsehaut am ganzen Körper. Wie Unheimlich war das ? Aber die Neugierde war sehr groß. Soll ich weitergehen und mein Fahrrad nach Hause schieben oder zum Haus , den kleinen Fußspuren folgen?
Jonas wollte gerade sein Fahrrad nehmen, als erneut drei Schläge ertönten. Diesmal kamen sie direkt von der Haustür. Dann hörte er eine Kinderstimme flüstern: „Endlich bist du da.“ Jonas erstarrte. Woher kannte das Kind seinen Namen? Plötzlich erlosch das Licht – und hinter ihm knackte ein Ast.
Er drehte sich um und sah den Baum hinauf. Da saß er. Ein kleiner Junge, nur bekleidet mit einem zerissenem Nachthemd. Er hatte keine Haare und sein Gesicht war voller Kratzer und Wunden. Wie kam er auf den Baum ? Die Spuren führten zum Haus und er saß auf dem Baum. Zitternd vor Angst rief Jonas dem Jungen zu: "was willst du von mir?"
Der Junge neigte den Kopf so weit zur Seite, dass seine Halswirbel laut knackten. Ein unnatürlich breites Grinsen teilte sein zerkratztes Gesicht. „Ich will nichts von dir“, krächzte er mit einer Stimme, die klang wie trockenes Laub im Wind. „Aber es braucht ein neues Gesicht.“ Er deutete mit einem knöchernen Finger auf das dunkle Fenster im oberen Stockwerk. Dort flackerte die Kerze wieder auf – und dahinter stand jemand, der exakt so aussah wie Jonas.
Gehe ins Haus ,sagte der Knochenjunge. Du mußt dich nicht fürchten. Jonas ging ins Haus. Er hatte schon eine nasse Unterhose vor Angst. Alles war alt,staubig und alle Möbel mit Spinnweben überzogen. Jonas komm ruft eine Stimme aus dem oberen Stockwerk.Er ging langsam die Treppen im Ostflügel hinauf,bei jeder Stufe knarrte es,was seine Unterhose noch feuchter machte. Jonas ,rief wieder die Stimme. Sie kam aus dem langen Gang an der vierten rechten Türe. Er lief langsam zur Türe und lugte vorsichtig hinrin. Da sah er das pure Grauen. Damit hat er nicht gerechnet. Den was er dort sah war..
… sein eigener, regloser Körper. Er lag bleich und verdreht unter den Scherben des zerbrochenen Fensters, durch das der kalte Nachtwind pfiff. Über ihm kauerte eine dürre, schattenhafte Gestalt, die gerade wie ein Kleidungsstück Jonas’ Aussehen überstreifte. Als sich das Wesen aufrichtete, blickte es mit Jonas’ Augen zur Tür und lächelte kalt. „Ein Fahrradunfall vor dem Tor“, sagte es mit seiner Stimme. „Niemand wird dich vermissen.“ Erst jetzt bemerkte Jonas, dass er selbst keinen Schatten mehr warf.
